BOCHOLT - In der kommenden Woche wird die Polizei in Bocholt und Rhede verstärkte Radfahrkontrollen durchführen. Mit dieser gezielten Schwerpunktaktion erhofft sich die Polizei die Anzahl der Radfahrerunfälle, insbesondere in Bocholt, zu verringern.
Seit Jahren verzeichnet die Kreispolizeibehörde Borken eine anhaltend hohe Zahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern. Diese Unfallentwicklung setzte sich auch in diesem Jahr fort. Auffallend hierbei ist, dass ein großer Teil dieser Verkehrsunfälle durch das Fehlverhalten der Radfahrer zumindest mit verursacht wird.
Im Jahr 2009 wurden in Bocholt 164 Radfahrer bei Unfällen verletzt. Bei insgesamt 305 verunglückten Verkehrsteilnehmern in Bocholt ist also mehr als jeder zweite Verunglückte ein Fahrradfahrer. Unter anderem wurde deshalb auch im September 2010 bei der Bocholter Polizei eine Fahrradstaffel eingerichtet, die gezielt die erkannten Unfallursachen bekämpft.
Nichtbeachten der Vorfahrt, verbotenes Linksfahren, Missachten von Rotlicht sowie Fahren ohne Licht bei Dunkelheit sind nur einige wenige von gefährlichen Verkehrsverstößen. Aber auch der technische Zustand der Fahrräder gibt teilweise Anlass zu Besorgnis.
In der Aktionswoche vom 22. - 26.11.2010 werden die Beamten der Fahrradstaffel vom Verkehrsdienst sowie der Wache unterstützt, um morgens und abends an verschiedenen Brennpunkten im Stadtgebiet von Bocholt gezielte Beleuchtungskontrollen auf den Schulwegen und unfallbelasteten Strecken durchzuführen. Am 25.11.2010 finden die Kontrollen auch in Rhede statt.
Um das Verkehrsverhalten zu verbessern, ist dabei eine zielgerichtete Aufklärung, wie auch die konsequente Ahndung von Verstößen vorgesehen. Die Erfahrung hat gelehrt, dass eine Änderung zu regelkonformem Verhalten überwiegend nur dann erreicht werden kann, wenn Verstöße konsequent geahndet werden und Verkehrsteilnehmer immer und überall damit rechnen müssen, bei Verkehrsverstößen aufzufallen. Über die Ergebnisse der Kontrollen werden wir berichten.

